Suter + Suter
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Suter + Suter
Prägend für die Schweizer Baukultur
Die Bauten des Architekturbüros Suter + Suter gelten als ikonisch und visionär. Gebäude wie das Lonza-Hochhaus in Basel oder das Sulzer-Hochhaus in Winterthur kennt jede:r, aber nur wenige wissen, welches Architekturbüro sie verantwortete. Erstmalig stellt nun «Suter + Suter» (Christoph Merian Verlag) das Schaffen des grössten Schweizer Planungsbüros der Nachkriegszeit vor. Thematisch breit widmen sich sechs Autorinnen und Autoren u.a. der Unternehmensgeschichte, der Verortung des Werks in seinem räumlichen und historischen Kontext oder der Medialisierung und Rezeption des Büros. Auch dessen Bedeutung für die Schweizer Baukultur der Nachkriegszeit und seine Rolle für das aktuelle und zukünftige Baugeschehen werden vertieft. Damit arbeitet der visuell reich ausgestattete Band das Schaffen des Planungsbüros umfassend auf.
Suter + Suter expandiert während der Nachkriegsjahre zu einem international tätigen Generalplanungsunternehmen mit beinahe tausend Mitarbeitenden. Das Büro baut eine ungemeine Vielfalt an Gebäuden: Geschäfts- und Bürohäuser, Bankgebäude, Industrieanlagen, Forschungsstätten und Labors, Wohnüberbauungen und Spitäler. Zwischen 1945 und 1995 realisieren sie tausende Projekte und Planungen in der ganzen Schweiz, darunter prestigeträchtige Grossbauten wie das Messe-Parkhaus (1974-1975) in Basel oder den Flughafen Basel-Mulhouse (ab den 1960ern). Durch die Baukrise der 1990er-Jahre und Immobilienspekulationen folgt der Konkurs und 1996 die Liquidation.
Die Architekturauffassung des Büros war dabei nicht unumstritten. Kontrovers diskutiert wurde unter anderem seine wirtschaftlich orientierte Auffassung von Architekturschaffen als Dienstleistung. Suter + Suter selbst verstand sein Wirken als Verschmelzung von Kunst, Funktion und Wirtschaftlichkeit. Die architekturhistorische und sozialgeschichtliche Bedeutung sowie wirtschaftliche und ökologische Aspekte führt zur Frage, wie in den kommenden Jahren mit vielen der Bauwerke umgegangen werden soll. Der Band bietet eine solide Basis zur Neubewertung der Nachkriegsarchitektur und bereichert so den hochaktuellen Diskurs zu energetischer Sanierung und Nachhaltigkeit.
Dank der enormen Materialfülle des Unternehmens ermöglicht die Publikation sowohl einer breiten wie auch architekturaffinen Leser:innenschaft einen neuen Blick auf die prägnanten Bauten von Suter + Suter in Schweizer Stadt- und Industrielandschaften, insbesondere in Basel.
Texte von Martin Lüpold, Tipje Reimann, Dominique Salathé, Anne-Catherine Schröter, Harald R. Stühlinger und Justinas Žuklys.
Anne-Catherine Schröter (Hg.)
Suter + Suter
274 Seiten, 138 meist farbige Abbildungen und Pläne, gebunden, 17 x 22,5 cm,
Deutsch/Englisch
© 2026 Christoph Merian Verlag
CHF 39.– / EUR 39,– ISBN 978-3-03969-071-8
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