New Rituals (für das Ende der Welt) / New Rituals (for the End of the World)
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New Rituals (für das Ende der Welt) / New Rituals (for the End of the World)
Der Apokalypse begegnen – neue rituelle Formen
Die Welt geht in die Knie: Kriege, Klimakatastrophe, Genozide und die KI mit der Macht, die Menschheit zu vernichten, künden vom Ende unserer Zivilisation, wie wir sie kennen. Der apokalyptischen Stimmung zum Trotz wächst das Interesse an Transzendenz und Gemeinschaft, an nicht-rationalen Erfahrungsräumen und rituellen Praktiken, die seit jeher Verbindung, Identität und Heilung bieten. Wie dieses Phänomen in der Kunst zum Ausdruck kommt, zeigt «Neue Rituale (für das Ende der Welt)/New Rituals (for the End of the World)» aus dem Christoph Merian Verlag. Die Publikation stellt aktuelle Positionen von Künstler:innen, Autor:innen und Theoretiker:innen vor. Aufschlussreich beschreiben und zeigen diese ihre Ideen und Werke zum Potenzial von neuen rituellen Handlungen in unserer apokalyptischen Gegenwart.
Wenn die gegenwärtige Multikrise den Kollaps der Welt in ihrer jetzigen Form markiert, brauchen wir Werkzeuge zur Bewältigung dieser Situation. Solche Übergangstechnologien werden in neuen Ritualen in Form von Handlungen und verkörperlichten Geschichten verortet. Das Ziel dabei ist, sich der apokalyptischen Stimmung zu widersetzen ohne sie zu leugnen, zu überleben und herauszufinden, wer wir danach sein wollen.
Die Spannweite zwischen der Erhöhung von KI zum allwissenden, ja göttlichen Orakel einerseits und der Erwartung des Weltuntergangs infolge der KI andererseits ist enorm. Hier die Technikgläubigkeit des Silicon Valley, dort eine Gegenkultur, die den Allmachtsfantasien der Tech-Branche kritisch gegenübersteht.
Die Kunstwelt vermittelt gegenwärtig jedoch gerade in der Verbindung von digitaler Technologie und Spiritualität neue rituelle Formen. Anstelle von Optimierungsalgorithmen geht es hier um eine Kultur des Teilens und der Fürsorge, um Imagination, um postkoloniale und indigene Positionen.
In diesem Themenfeld bewegen sich die Beiträge und die Ansätze der vorgestellten 16 Kunstschaffenden. Bereichert von eigens entwickelten Ritualen, fächert die Publikation ein brandaktuelles Thema anregend auf.
Mit Texten von u.a. Anan Fries, Jenny Stümer, Audrey Tang, Marlene Wenger, Günseli Yalsinkaya
Ausstellung im HEK (Haus der Elektronischen Künste) in Basel vom 9. Mai bis zum 9. August 2026.
HEK (Haus der Elektronischen Künste), Sabine Himmelsbach, Marlene Wenger (Hg.)
Neue Rituale (für das Ende der Welt) / New Rituals (for the End of the World)
208 Seiten, 83 meist farbige Abbildungen, broschiert, 17 x 23,5 cm, Deutsch/Englisch
© 2026 Christoph Merian Verlag
CHF 29.– / EUR 29,–
ISBN 978-3-03969-063-3
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