Heidi Abel - Ansage und Engagement
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Heidi Abel - Ansage und Engagement
Heidi Abel – visuelle Werkbiografie einer Schweizer TV-Ikone
Professionell und charismatisch war Heidi Abel (1929 – 1986) als Ansagerin und Moderatorin über Jahrzehnte eine Grösse des Schweizer Fernsehens. Als sie am 23. Dezember 1986 starb, wurden die Bildschirme ihr zu Ehren eine Minute lang schwarz – eine einzigartige Würdigung. Die Foto-Biografie «Heidi Abel – Ansage und Engagement» (Christoph Merian Verlag) zeigt ihre gesamte TV-Karriere und beleuchtet u.a. ihre Rolle als Pionierin in einer Männerdomäne, ihr Engagement für Tiere und für die Umwelt oder ihr Stilbewusstsein. Die vielstimmige Perspektive mit vielen bisher unveröffentlichten Fotografien wirft auch in kultur- und medienhistorischer Hinsicht ein Schlaglicht auf den Beginn und die goldenen Jahre des Schweizer Fernsehens.
Nach ihrem Karrierestart als Ansagerin 1954 zeigen die Fotografien Heidi Abel in der typischen Ästhetik der 50er-, 60er- und 70er-Jahre bis in die bunten 80er: ansagend, moderierend oder als empathische Gastgeberin, hinter der Kamera beim Proben, kurz vor Sendebeginn, auf Reportagen oder zuhause am Lüzelsee. Mit ihrem unverwechselbaren Moderationsstil und ihrer enormen Präsenz wurde sie zu einem Aushängeschild des Schweizer Fernsehens. Dass sie immer sie selbst blieb, mag einen Teil der Faszination erklären. Als sie selbst zur Celebrity geworden war, begehrt für Interviews und Homestories, empfand sie ihre Berühmtheit zunehmend als belastend.
Die meisten der rund 430 Fotografien sind Pressebilder und Dokumentationen aus dem Archiv des Fotografen Eric Bachmann, der Heidi Abel fast dreissig Jahre mit der Kamera begleitete. Ihrem dialogischen Verhältnis sowie Abels Rolle als stilprägende Fernsehikone und «Influencerin avant la lettre» widmet sich Laura Aellig in ihrem Beitrag. Als eine der ersten Frauen des Schweizer Fernsehens moderierte Heidi Abel erfolgreiche Unterhaltungssendungen wie Musik & Gäste oder Heidi Abel sucht Plätze für Tiere. Sie interviewte Salvador Dalí in Paris und begrüsste u.a. Alfred Biolek, Sophia Loren oder Nina Hagen als Talk-Gäste. Obwohl sie für ihre Formate gefeiert wurde, bekam sie noch 1982 immer nur Jahresverträge und litt zunehmend darunter, inhaltlich nicht substanzieller und mit eigenem Team arbeiten zu dürfen. Auf diese Strukturen geht Ann Mbuti in ihrem Beitrag kritisch ein.
Die Publikation zoomt nah an die zeitweise prominenteste Frau der Schweiz heran und erlaubt darüber hinaus eine spezifische Sicht auf die ersten drei Jahrzehnte des Schweizer Fernsehens.
Mit Beiträgen von Laura Aellig, Dominik Bachmann, Ina Boesch, Mirjam Fischer, Lukas Frey, Jean-Claude Galli, Katharina Kofler, Sarah Mangold-Lau, Ann Mbuti, Martina Späni und Felice Zenoni.
Mirjam Fischer, Dominik Bachmann (Hg.)
Heidi Abel - Ansage und Engagement
Fotografien von Eric Bachmann
352 Seiten, 491 teils farbige Abbildungen, broschiert, 22 x 30 cm
© 2026 Christoph Merian Verlag
CHF 39.– / EUR 39,–
ISBN 978-3-03969-066-4
Ausstellung im Stadtmuseum Aarau: 20.11.2026 - 31.01.2027
«Heidi Abel TV-Star der ersten Stunde»
Weitgehend unbekannte Bilder aus dem Ringier Bildarchiv und dem Eric Bachmann Fotoarchiv lassen das Publikum in die Anfangszeiten des Schweizer Fernsehens zurückreisen und zeigen, wie die Fernsehpionierin inszeniert wurde.
stadtmuseum.ch/abel
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