• Rameaus Neffe

Denis Diderot

Rameaus Neffe

Oktober 2013, Literatur | Hörspiel, 1 CD, 74 Minuten
ISBN 978-3-85616-604-5

Rameaus Neffe

Ein Meisterwerk der Weltliteratur erstmals als Hörbuch

5. Oktober 2013: 300. Geburtstag von Denis Diderot

Übersetzung ins Deutsche von Johann Wolfgang von Goethe

Meisterhafte Verbindung von Philosophie und Literatur

Jean-François Rameau (1716–1777) leidet darunter, nur der Neffe seines berühmten Onkels, des grossen Musikers Jean-Philippe Rameau, zu sein. Er ist ebenfalls Musiker, Organist und Komponist und hält sich für ein verkanntes Genie. Er kritisiert den Kulturbetrieb, zeigt sich zugleich aber abhängig von demselben.

Mit ‹Rameaus Neffe› legt Diderot die Seele eines gescheiterten Künstlers offen: überheblich und masslos in seiner Leidenschaft, zugleich abhängig von der Gunst seiner Gönner. Dem verzweifelten Verächter stellt Diderot mit dem feinsinnigen Ich-Erzähler einen Philosophen gegenüber. Die illusionslose Weltbetrachtung des Zynikers begegnet der aufklärerischen Menschenliebe des Philosophen.

In der Rede beider Figuren (gesprochen von Wolfgang Stendar und Wolfgang Reichmann) können Gedanken Diderots gesehen werden. Diderot wählte den Dialog als Gestaltungsform, um auf ungebundene Weise mit kulturkritischen und philosophischen Gedanken spielerisch umgehen zu können.

Über den Autor:
Der französische Schriftsteller und Philosoph Denis Diderot (1713–1784) gilt als einer der wichtigsten Organisatoren und Autoren der berühmten ‹Encyclopédie›, dem grossen Projekt modernen Wissens der Aufklärung. Für seine Kritik an den damals vorherrschenden Moralvorstellungen musste Diderot, der unkonventionelle Querdenker, sogar einige Monate ins Gefängnis.

Der raumgreifende, gewaltige Schauspieler Wolfgang Reihmann nutzt die Paraderolle zu einem eindrucksvollen Auftritt auf der imaginären Bühne: abgründig, erschreckend, komisch, ironisch und brilliant ist er. (WDR 3, Ulrike Gondorf, 10.10.2013