• Der gute Gott von Manhattan

Ingeborg Bachmann

Der gute Gott von Manhattan

Oktober 2013, Literatur | Hörspiel, 2 CD, 101 Minuten
ISBN 978-3-85616-603-8

Der gute Gott von Manhattan

Originalhörspiel von Ingeborg Bachmann

7. November 2013: 40. Todestag von Ingeborg Bachmann

Vor einem New Yorker Gericht wird ein Mörder verhört, zu dessen Opfern Jennifer gehört. Der Täter, der sich selber ‹Der gute Gott von Manhattan› nennt, erzählt nun die Geschichte von Jan und Jennifer, die beinahe das Glück einer vollkommenen Liebe erfahren hätten. Ein Zustand, der das Liebespaar aus der Welt katapultiert und zugleich zu einer Bedrohung für den normalen Lauf der Dinge gemacht hätte. Grund genug für den Angeklagten, die Liebenden in die Luft zu sprengen. Jan entgeht allerdings dem Anschlag, da er sich für einen Augenblick der Beziehung entzogen, alleine einen Drink genommen und Zeitung gelesen hat.

Helfershelfer des ‹guten Gottes› sind die Eichhörnchen Billy und Frankie. Sie werden als falsche Liebesboten benutzt und bereiten die Vernichtung der Liebenden vor.

Ingeborg Bachmanns grosses Thema – die Schuld der Männer am Tod der sie liebenden Frauen – klingt hier zum ersten Mal an.

Über die Autorin:
Die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926–1973) zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts.

Bayern 2-Favorit vom 5.11.2013!
Mit dem Gütesiegel «Bayern 2-Favorit» zeichnet der Informations- und Kultursender des Bayerischen Rundfunks herausragende Neuerscheinungen aus.
«Es ist ein vielschichtiges Stück, in dem Bachmann in kraftvollen, poetischen Bildern die gesellschaftlichen Normen der Nachkriegszeit verhandelt. Sie erzählt überdies von der Stärke, den Grenzen und Abgründen der Liebe.» (Bayern 2)

Und wieder einmal passiert dieses kleine Wunder im eigenen Kopf, das ein Hörspiel auslösen kann: man findet sich zwei Stunden lang in einer eigenen Wirklichkeit, alles ergibt Sinn. Ingeborg Bachmanns „Guter Gott von Manhattan“ ist sonderbar, eindrücklich und sehr wahrhaftig. (Christian Kosfeld, WDR5, 16.11.2013)