Raus aus dem digitalen Unbehagen

Raus aus dem digitalen Unbehagen

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Raus aus dem digitalen Unbehagen

Raffael Dörig, Domenico Quaranta (Hg.)

Raus aus dem digitalen Unbehagen erscheint anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Kunsthaus Langenthal und geht dem digitalen Unbehagen auf den Grund – einem alltäglichen Gefühl, das sich durch neue Entwicklungen immer weiter zu verstärken scheint. Dieses Unbehagen kann aber auch ein erster Schritt zu einer neuen, emanzipatorischen Nutzung von Technologie sein. Drei Essays sowie aktuelle Arbeiten von mehr als dreissig Kunstschaffenden untersuchen das digitale Unbehagen und seine Gründe und diskutieren mögliche Auswege.

Täglich in sozialen Netzwerken verbreitete Nachrichten sind nur kleine Beispiele für die vielen Arten, auf die der Einzelne zu Bestehen und Weiterentwicklung einer Technologie beiträgt, die uns suspekt und komplex erscheint. Unser Denken, unsere Sprache und unsere Wahrnehmung werden mithilfe unterschiedlichster Services geformt. Unsere Daten werden entwendet, unsere Privatsphäre wird missachtet. Raus aus dem digitalen Unbehagen beschäftigt sich mit Fragen der künstlerischen und kritischen Auseinandersetzung mit dem Netz und mit der Möglichkeit, Technologie als emanzipatorisches Instrument in die Hand zu nehmen.

Seit Beginn des Internet haben Künstlerinnen und Künstler im Web eigene Räume und Kanäle geschaffen und mit künstlerischen Experimenten kritisch agiert. Die Publikation bespricht aktuelle Arbeiten von mehr als dreissig Kunstschaffenden und Kollektiven – darunter Aram Bartholl, James Bridle, Cao Fei, JODI, Christoph Wachter und Mathias Jud, Olia Lialina, Tabita Rezaire –, die das digitale Unbehagen und seine Gründe erfahrbar machen und Auswege daraus zeigen.

Die Autoren Marie Lechner, Paul Feigelfeld und Felix Stalder diskutieren die Möglichkeit, wie wir in der undurchdringlichen Welt des World Wide Web handlungsfähig werden können. Sie thematisieren den beunruhigenden Umstand, dass der Mensch im Netz zunehmend mit Computern kommuniziert, und plädieren dafür, statt der Sehnsucht nach einer vergangenen, vermeintlich übersichtlichen Welt zu huldigen, diese Technologien richtig einzusetzen und so das Überleben auf der Erde zu sichern.

Über die Herausgeber:
Raffael Dörig ist seit 2012 Leiter des Kunsthaus Langenthal. Er war Kurator bei [plug.in] in Basel und dem Haus für elektronische Künste sowie Mitgründer, -leiter und -kurator von Shift – Festival der elektronischen Künste Basel.
Domenico Quaranta ist Kurator für zeitgenössische Kunst, Kunstkritiker und Dozent. Er ist künstlerischer Leiter von LINK Center for the Arts of the Information Age und Autor zahlreicher Publikationen, etwa Beyond New Media Art (2013).

Raffael Dörig, Domenico Quaranta (Hg.)
Raus aus dem digitalen Unbehagen
144 Seiten, 53 meist farbige Abbildungen, broschiert,
16 x 24,5 cm
Deutsch/Englisch
© 2017 Christoph Merian Verlag
CHF 26.– / EUR 25,–
ISBN 978-3-85616-844-5

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