Der ewige Spiesser

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Der ewige Spiesser

Ödön von Horváths erster Roman "Der ewige Spiesser" (1930) skizziert die Befindlichkeiten von Menschen verschiedener Gesellschaftsschichten am Vorabend der Weltwirtschaftskrise und des Aufstiegs der Nationalsozialisten. Mit satirischem Witz zeichnet der kurze Roman eine Typologie des modernen Spiessers. Die Hörspielfassung von ORF und SRF aus dem Jahr 1992 macht die damalige Krisenzeit akustisch erlebbar.

Ödön von Horváth

Alfons Kobler, ein junger arbeitsloser Autoverkäufer, bricht von München zur Weltausstellung 1929 in Barcelona auf. Wie in einem Bildungsroman wird der Protagonist auf seiner Reise mit unterschiedlichen Weltanschauungen konfrontiert. Doch die episodenhaften Begegnungen bewirken keine Persönlichkeitsbildung. Durchgängig ist jeder Fortschrittsglaube opportunistischen und selbstbezogenen Lebensentwürfen gewichen. Alfons’ Ziel der Reise ist es, sich eine reiche Ehefrau zu angeln.

Horváth nutzt das Motiv der Weltausstellung, Symbol für technischen Fortschritt und den Wettbewerb der Nationen, als Kontrastfolie für reaktionäre Haltungen. Alfons’ Werdegang führt ihn nicht zu einer klugen Reflexion über das politische Klima. Er ist das moderne Beispiel des "ewigen Spiessers", der danach strebt, nicht veraltet zu wirken, egal welche Positionen gerade in Mode kommen.

Die Hörspielfassung von Traugott Krischke nimmt Hörerinnen und Hörer mit auf die Reise von Alfons Kobler, dem Jörg Hube die Stimme leiht. Unter der Regie von Claude Pierre Salmony sprechen in weiteren Rollen Louise Martini, Walter Schmidiger, Susanne Czepl u.v.m.

Über den Autor:
Ödön von Horváth (1901 – 1938) war einer der bedeutendsten österreichisch-ungarischen Schriftsteller. Er verfasste seine Werke auf Deutsch. Seit 1950 wurden sie mehrfach verfilmt.

Ödön von Horváth
Der ewige Spiesser
Hörspiel, 1 CD, 70 Minuten
© 2016 Christoph Merian Verlag
CHF 19.90.– / EUR 16,90
ISBN 978-3-85616-706-6

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