Das Neue Leben

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Fritz Baumann und die Avantgarde

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Das Neue Leben

Claudia Blank, Peter Suter (Hg.)

Kunst im Leben und Leben in der Kunst: Die avantgardistische Künstlergruppe «Das Neue Leben» in Basel (1918-1920)

Schwere Zeiten sind gut für die Kunst. Kaum war der Erste Weltkrieg vorbei und die Spanische Grippe am Abflauen, konfrontierte die neugegründete Basler Künstlergruppe «Das Neue Leben» das Kunstestablishment der Stadt mit avantgardistischer Energie. Die Publikation «Das Neue Leben  Fritz Baumann und die Avantgarde» (Christoph Merian Verlag) beleuchtet Kunstverständnis und Wirken der Gruppe und ihres Initiators Fritz Baumann. Mit vielen Bildtafeln und vier Textbeiträgen holt die Monografie diese bisher wenig gewürdigten Impulsgeber der Schweizer Moderne ans Licht.

Anders als Zürich galt Basel in Sachen Kunst zu Anfang des 20. Jahrhunderts als wenig aufgeschlossen, ja rückständig. Etablierte Häuser wie die Kunsthalle agierten vorsichtig, um Besucher und Kritiker nicht zu verärgern, und nur wenige mutige Galerien präsentierten moderne Werke. Alt und schwerfällig, brav und langweilig sei die lokale Kunstszene, klagte der Basler Künstler Fritz Baumann 1912.

Doch die Zeit war reif für neue Ideen, auch in der Kunst – und auch in Basel. Im April 1918 gründeten die befreundeten Künstler Otto Morach, Nikolaus Stoecklin und Alexander Zschokke mit Fritz Baumann als treibender Kraft die Gruppe Das Neue Leben.

Ein kühner Aufbruch der verkrusteten Konventionen im Kunstleben der Stadt: Die Grenzen zwischen Kunst und Leben aufweichen! Nichts Geringeres schwebte den progressiven Gruppenmitgliedern vor. Ihre Vorstellungen von zeitgenössischer Kunst und Leben zeigten sie bis 1920 in vier Ausstellungen. Ausserdem stellten sie programmatische Forderungen für ein erweitertes Kunstverständnis.

In den Ausstellungen vertreten waren neben etablierten Künstlerinnen und Künstlern wie Hans Arp, Alice Bailly, Augusto Giacometti und Francis Picabia auch weniger bekannte Kunstschaffende wie Nikolaus Stoecklin, Marcel Janco oder die damals noch unverheiratete Sophie Taeuber sowie Schülerinnen Fritz Baumanns von der Basler Frauenarbeitsschule. Deren kunsthandwerkliche Arbeiten wurden auf Augenhöhe mit den anderen Exponaten präsentiert und betonten die Sehnsucht nach Kunst im alltäglichem Leben, während die expressionistischen, kubistischen, futuristischen, dadaistischen und neusachlichen Werke Leben in die Kunst bringen sollten.

Mit Beiträgen von Claudia Blank, Stephan Hauser, Raimund Meyer und Peter Suter

Kunstmuseum Basel
Claudia Blank, Peter Suter (Hg.)
Das Neue Leben
Fritz Baumann und die Avantgarde
148 Seiten, 135 Abbildungen, gebunden, 19 x 26 cm
© 2021 Christoph Merian Verlag 
CHF 29.– / EUR 28,–
ISBN 978-3-85616-938-1

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