Sieben Bühnen

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Till Velten trifft Erich Bödeker

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Sieben Bühnen

Kunstmuseum Thurgau
Markus Landert (Hg.)

Die Publikation «Sieben Bühnen» bildet die Plattform für eine Begegnung höchst unterschiedlicher Künstlerpersönlichkeiten: Till Velten, der sich als Bildhauer der Gespräche versteht, überführt Darstellungen von Personen in raumübergreifende Installationen, während Erich Bödeker, der Aussenseiterkünstler aus dem Ruhrgebiet, seine Vorstellungen von Pastoren, Ärzten oder Akteuren aus Politik und Showbusiness aus rohem Beton formt. Ausgangspunkt für das Buch ist die Ausstellung «La condition humaine» im Kunstmuseum Thurgau, in der Till Velten sechs seiner Porträts präsentiert.

Till Velten gestaltet seit Jahren Menschenbilder. Diese haben jedoch mit konventionellen Darstellungen wenig zu tun. Seine Porträts sind räumliche Inszenierungen von Informationen über Menschen, wobei der Künstler im Ausstellungsraum neben Fotografien, Videofilmen und Tonaufnahmen oft auch schematische Aufzeichnungen der sozialen Einbindung der Dargestellten vorweist.

Die Publikation Sieben Bühnen nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise durch Räume, in denen andere Werte gelten als jene der alles optimierenden Leistungsgesellschaft. Während der Kern von Veltens Kunstwerken aus Gesprächen mit Menschen besteht, scheint in Bödekers archaischen Betonfiguren eine durchaus naive Weltsicht auf, in der sich die Sehnsucht nach längst vergangener Ursprünglichkeit mit einer gradlinigen Ausdrucksfreude verbindet.

Das in der Ausstellung räumlich ausgelegte Experiment wird durch das Buch in ein anderes Medium überführt. Wie ein überdimensionales Theaterprogramm führt die Publikation durch den in der Ausstellung aufgespannten Denkraum. Die Fotografien von Stefan Rohner vermitteln einen Eindruck der räumlichen Inszenierung im Museum. Ein einführender Text vom Direktor des Kunstmuseum Thurgau, Markus Landert, steckt die Rahmenbedingungen des Vorgehens von Till Velten ab und führt dann weiter zu einem Rundgang durch die sieben Bühnen.

Über die Künstler:
Till Velten (*1961) lebt und arbeitet in Basel, Berlin, Freiburg und Wien. In seinen Arbeiten geht es immer um Menschen und das Dazwischen, Darüber, Davor, Darin, Dahinter, Darunter.
Erich Bödeker (1904–1971) arbeitete bis zu seinem frühzeitigen Ruhestand als Bergmann, davon 35 Jahre unter Tage. Danach begann er aus Beton Skulpturen zu formen. Heute gilt er als einer der profiliertesten Aussenseiterkünstler.

Die Ausstellung «La condition humaine» im Kunstmuseum Thurgau ist noch bis zum 27. Oktober 2019 zu sehen.

Kunstmuseum Thurgau
Markus Landert (Hg.)
Sieben Bühnen
Till Velten trifft auf Erich Bödeker
120 Seiten, 74 meist farbige Abbildungen, 
gebunden, 12,5 x 19,5 cm
© 2019 Christoph Merian Verlag 
CHF 24.– / EUR 20,–
ISBN 978-3-85616-875-9

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