Jüdische Schweiz

Jüdische Schweiz

50 Objekte erzählen Geschichte

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Jüdische Schweiz

Jüdisches Museum der Schweiz (Hg.)
Caspar Battegay, Naomi Lubrich

Eine jüdische Schweiz existiert seit der Antike, sie hat eine wechselhafte Geschichte: Jüdinnen und Juden wurden abwechselnd willkommen geheissen und schikaniert. Die zweisprachig (Deutsch/Englisch) erscheinende Publikation der Autoren Caspar Battegay und Naomi Lubrich ordnet seltene und alltägliche Objekte, die mehrheitlich aus der Sammlung des Jüdischen Museums der Schweiz stammen, historisch ein und erläutert ihre kulturelle oder religiöse Bedeutung. Jedes Objekt ist Ausgangspunkt einer eigenen Erzählung, die zusammen einen vertieften Einblick in die jüdische Schweiz, die Geschichte von Jüdinnen und Juden, ihre Kultur und ihre Traditionen geben.

Am Erfolg der Schweizer Uhrenindustrie waren jüdische Geschäftsleute und Uhrmacher massgeblich beteiligt; dies belegt unter anderem eine Taschenuhr mit hebräischen Schriftzeichen, die der Uhrmacher Jules Levy 1901 seinem Onkel schenkte. Vom kulturellen Widerstand gegen das Terrorregime der Nazis zeugt eine Gitarre, die von unbekannten Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald aus einer Zigarrenkiste, Nägeln, Schrauben und Draht zusammengebaut wurde. In den 1940er Jahren entwickelte Camille Bloch die weltbekannten Schokoladenriegel Ragusa und Torino, von denen es koschere Varianten gibt, die in die ganze Welt vertrieben werden. Mit dem Tageskalender der ehemaligen Bundesrätin Ruth Dreifuss wird ein Objekt präsentiert, das der bisher einzigen jüdischen Person gehörte, die in die Schweizer Landesregierung gewählt wurde und die Politik der Schweiz nachhaltig prägen sollte. Kippot wiederum spiegeln nicht nur religiöse Einstellungen oder Gruppenzugehörigkeiten, sondern sind auch Modeartikel: zwei Kippot mit den Logos der Fussballclubs FC Zürich und FC Basel zeigen, dass Judentum und lokale Verbundenheit eng zusammenspielen.

Die fünfzig Objekte geben vielfältige Antworten auf die Frage, wie Schweizer Jüdinnen und Juden ihre Identität definieren und wie sie ihr Judentum leben. Aus der Perspektive einer kulturell und religiös eigenständigen Minderheit entsteht ein faszinierendes Bild der Schweizer Geschichte.

Über die Autoren:
Caspar Battegay (* 1978) ist Literatur- und Kulturwissenschaftler und publizierte u.a. das Buch Judentum und Popkultur. Ein Essay (2012).
Naomi Lubrich (* 1976) ist Direktorin des Jüdischen Museums der Schweiz. Sie ist Kunsthistorikerin, Literaturwissenschaftlerin und Autorin.

Jüdisches Museum der Schweiz (Hg.)
Caspar Battegay, Naomi Lubrich
Jüdische Schweiz / Jewish Switzerland
50 Objekte erzählen Geschichte / 50 Objects Tell Their Stories

232 Seiten, 50  farbige Abbildungen, gebunden,
17 x 24 cm
Deutsch / Englisch
© 2018 Christoph Merian Verlag
CHF 36.– / EUR 34,–
ISBN 978-3-85616-847-6

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