Carl Burckhardt 1878-1923

Carl Burckhardt 1878-1923

Ein Bildhauer zwischen Basel, Rom und Ligornetto

Bestellung Pressematerial

* Pflichtfelder

Carl Burckhardt 1878-1923

Gianna A. Mina, Tomas Lochman (Hg.)

Der Basler Bildhauer Carl Burckhardt ist einer der Wegbereiter der modernen Schweizer Plastik. Er hat beachtliche Skulpturen im öffentlichen Raum hinterlassen, viele seiner Reliefs und Denkmäler sind im Stadtbild nach wie vor präsent. Die meisten seiner beweglichen Plastiken, seiner Gemälde und Zeichnungen befinden sich heute in privaten Sammlungen und in einzelnen Schweizer Kunstmuseen. Diese reich bebilderte Publikation zeigt das ganze Schaffen des vielseitigen Künstlers, der gleichermassen als Maler, Bildhauer und Autor tätig war.

Nach seiner Ausbildung zum Maler in Basel und München zog Burckhardt 1899 nach Italien, wo er den Entschluss fasste, plastische Werke zu schaffen. Seine Rückkehr in die Schweiz und besonders die Zeit um den Ersten Weltkrieg und die frühen Nachkriegsjahre gestaltete sich für Burckhardt dank mehreren öffentlichen Aufträgen sehr erfolgreich. In seiner langjährigen Zusammenarbeit mit dem Architekten Karl Moser realisierte Burckhardt Reliefs und Skulpturen für städtische Bauwerke in Basel und Zürich: 1904 schuf er das Portalrelief für die Basler Pauluskirche, von 1910 bis 1914 die fünf Metopen und zwei Nischenfiguren für das Zürcher Kunsthaus, und von 1914 bis 1921 arbeitete er an den Brunnenfiguren Rhein und Wiese, die sich vor dem Badischen Bahnhof in Basel befinden. Während Burckhardt seine Themen zeitlebens aus der antiken Mythologie schöpfte, suchte er in formal-stilistischer Hinsicht immer nach neuen plastischen Lösungen. Die Auseinandersetzung mit modernen Strömungen war ihm stets ein Anliegen. Burckhardt entwickelte einen eigenständigen Stil: Er reduzierte die Körperteile seiner Skulpturen auf kubische Grundformen und fand so den Anschluss an den frühen Kubismus. Burckhardt verstarb 1923 in Ligornetto.

In kunsthistorischen Essays von Felix Ackermann, Tomas Lochman, Gianna A. Mina, Peter Suter, Rudolf Suter und Marc-Joachim Wasmer werden unter anderem Burckhardts bildhauerisches Oeuvre, sein Verhältnis zur antiken Kunst sowie sein Interesse für die Plastik seiner Zeit beleuchtet. Ein ausführliches Werkverzeichnis bietet ausserdem einen Überblick über sämtliche nachweisbaren Skulpturen Burckhardts.

2018 finden Ausstellungen zu Burckardts Werk im Museo Vincenzo Vela (10. Juni bis 28. Oktober) und im Kunstmuseum Basel (1. Dezember 2018 bis 31. März 2019) statt.

Über die Herausgeber:
Die Kunsthistorikerin Gianna A. Mina (*1958) ist seit 1992 Direktorin des Museo Vincenzo Vela.
Der Archäologe Tomas Lochman (*1959) wirkt seit 2013 als Kurator am Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig.

Gianna A. Mina, Tomas Lochman (Hg.)
Carl Burckhardt 1878-1923
Ein Bildhauer zwischen Basel, Rom und Ligornetto / Uno scultore tra Basilea, Roma e Ligornetto
256 Seiten, 200 meist farbige Abbildungen, Klappenbroschur, 
21 x 29 cm, Deutsch/Italienisch
© 2018 Christoph Merian Verlag / Museu Vincenzo Vela, Bundesamt für Kultur
CHF 49.– / EUR 48,–
ISBN 978-3-85616-876-6

Für die Zustellung eines Beleges Ihrer Besprechung danken wir Ihnen!

Buch, Bücher, Hörbücher!